Papageienfutter

Ich suche mir eine Shotgun aus. Besorge Goldmohnsamen. Studiere das Muster im Bauchgefieder einer Singdrossel, dunkle Pfeilspitzen auf elfenbeinfarbenem Grund. Ich werde beinahe vom Teufel geholt, zumindest wenn es nach den Träumen meines Mitbewohners geht. In meinen eigenen Träumen werden Körperteile amputiert. Ein trüber Sonntag, den Blick immer leicht gen Westen verzerrt, Utopiesalat erntend. Ein schaler Restschluck Bier vom Vorabend und jeder Herzschlag ein sanftes Rütteln am Paradiesgartentor. Das Rütteln wird heftiger, die Scharniere werden nachgeben. Wenn nicht, klettere ich. Meine Spatzen fressen Papageienfutter und die Fantasien gehen mir die Wände hoch.